Wie hängen Fruktoseintoleranz und FODMAP zusammen?

Was ist Low-FODMAP-Ernährung? Was macht Fructose mit dem Körper und warum du möglicherweise Schwierigkeiten hast, Fruktose zu verdauen.

Ich werde euch in diesem Beitrag erklären, was Fructose mit dem Körper macht und warum du möglicherweise Schwierigkeiten hast, Fruktose zu verdauen. Wie dir die Low-FODMAP-Ernährung dabei helfen kann und wie man sich von einer Fructose-Malabsorption und Fruktoseintoleranz erholen kann.

Wie sich Fructose im Darm verhält


Fruktose wird von unseren Darmzeller verdaut und gelangt dann in den Blutkreislauf. Obwohl Obst und Gemüse sicherlich gut für uns sind, gibt es eine Grenze dafür, wie viel Fruktose unser Körper in kurzer Zeit verdauen kann. Die maximale Fructosemenge, die ein gesunder Verdauungstrakt in einer Mahlzeit verarbeiten kann, beträgt 25 bis 30 mg. Das ist die Menge, die in zwei Äpfeln vorkomm


Wenn du Verdauungsprobleme wie ein Reizdarmsyndrom (RDS) oder Darmpermeabilität (Leaky Gut) hast, kann der Körper diese Menge an Fruktose in einer Mahlzeit nicht verarbeiten, da der Darm weniger gesunde Zellen hat, um sie zu verdauen. Wenn du an Zöliakie oder Glutensensitivität leidest, wird der Körper noch mehr Schwierigkeiten haben, Fruktose zu verdauen. Dieses Phänomen nennt man auch Leaky Gut. Solltest du unter einer Fruktose- oder Sorbitunverträglichkeit leiden, hast du ebenfalls Probleme mit der Verdauung von Fruktose. Eine Fruktoseintoleranz steht auch oft in Verbindungen mit einem Leaky Gut.

Selbst wenn dein Verdauungstrakt einigermaßen gesund ist, bleibt die unverdaute Fruktose in dem Darm stecken, wenn man zu viel Fruktose in einer einzigen Mahlzeit zu sich nimmt. Wenn das passiert, überfüttert die Fruktose die Darmbakterien im Dünndarm. Dies kann zu einer Überwucherung von Dünndarmbakterien (SIBO) führen, einer häufigen Ursache von ein Reizdarmsyndrom (RDS), die zu unangenehmen Symptomen wie Aufstoßen, Druck im Magen und Blähungen führt. Fruktose kann auch in den Dickdarm gelangen, wo sie Blähungen, Schmerzen oder auch Durchfall verursachen kann.

Die Low-FODMAP-Diät



Es wurde eine Ernährungsform entwickelt, die bei einer Fructose-Malabsorption oder Fructoseintoleranz hilft. Man nennt sie Low-FODMAP-Diät, ein Kurzword aus den Anfangsbuchstaben der Zuckerarten und zuckerähnlichen Molekülen, die es zu vermeiden gilt: Fermentierbar, Oligo Di- und Monosaccharide und Polyole. Im Einzelnen sind diese FODMAPs:

– Fruktose – (wie zuvor beschrieben)
– Fruktane – ähnlich wie Fruktose, in Gemüse und Weizen, sowie Inulin und FOS (Fructooligosaccharide, ein Präbiotikum)
– Laktose – „Milchzucker“ in Milchprodukten (aus Kuhmilch hergestellt)
– Galactane – gefunden in Linsen und Bohnen
– Zuckeralkohole – wie Sorbit und Xylit
– Zucker – weißer und brauner Zucker

Ein naturheilkundlicher Ansatz zur Fruktosemalabsorption



Nach langjähriger Berufspraxis sowie Erfahrungen mit meiner persönlichen Gesundheit habe ich immer wieder einen Hin- und Her-Zusammenhang zwischen Leaky Gut und Fructose-Malabsorption gesehen.

Die Darmpermeabilität führt zu einer Fruktosemalabsorption, die zu bakteriellen Ungleichgewichten führt. Umgekehrt machen uns bakterielle Ungleichgewichte anfällig für Darmpermeabilität und daher sehr anfällig für Fruktosemalabsorption.

Für mich selbst zu sprechen, ich hatte früher große Probleme mit meiner Fruktose und Sorbitintoleranz. Jetzt, nachdem ich jahrelang glutenfrei und zuckerfrei ernährt habe und daran gearbeitet habe, meine eigenen Probleme mit undichtem Darm zu heilen, kann ich ohne Probleme Obst essen.

Der Schlüssel zur Verbesserung unserer Fähigkeit, Fructose zu verdauen, liegt in der Heilung unserer Darmschleimhaut,. Eine Ursache für Leaky Gut ist das übermäßige Wachstum von Hefen und Bakterien – insbesondere gramnegativen Bakterien wie Klebsiella. Wenn dies bei dir zutrifft, solltest du die überwachsenden Bakterien bekämpfen, um deinen undichten Darm zu heilen und die Fruktoseaufnahme zu verbessern. Leaky Gut kann durchauch durch Stress, Gluten, Pestizide, Antibiotika und andere Medikamente verursacht werden.

Als ersten Schritt sollte man immer eine Ernährungsumstellung vornehmen (wie die Low-FODMAP-Diät, zuckerfrei und möglichst Kohlenhydratarm, wenig Gluten usw.)
Während man die Ernährung umstellst und damit den Darm zu heilen beginnt, kann man mit der Einführung von Nahrungsergänzungsmitteln beginnen.

Bei Leaky Gut oder Fruktoseintoleranz beginne ich meist mit Glutamin, dem wichtigsten Nährstoff für die Darmzellen. Dann kann man auch Omega 3, Curcuma hinzufügen. Curcuma kann als Pulver eingenommen werden, ist aber auch in Tablettenform erhältlich.

Den Kreislauf durchbrechen



Leider sind viele meiner Patienten daran gewöhnt, große Mengen Zucker und/oder Obst zu essen. Vielleicht glauben sie, dass Fruchtsäfte gut für sie sind, oder sie verwenden Zucker, um ihre Stimmung oder ihr Energieniveau zu steigern. Einige Patienten essen mehr Zucker, wenn sie sich überfordert fühlen oder aufgrund ausgeglichener Mahlzeiten extrem hungrig aus Süßes sind.

Übermäßiger (und schlecht verdaulicher) Zucker kann dazu führen, dass sie übergewichtig werden, was dazu führen kann, dass sie sich schuldig und frustriert fühlen. Dann konsumieren sie noch mehr Zucker, um ihre Frustration zu überwinden, nur um sich schuldiger zu fühlen, wenn sie noch mehr zunehmen.

So kann der Zuckerkonsum – und auch der Fruktosekonsum – zu einem Teufelskreis werden: Je mehr Zucker man isst, desto mehr kann man sich danach sehnen, trotz der negativen Auswirkungen auf die Gesundheit. Aber das Ausbrechen aus dem Kreislauf kann einfacher werden, wenn man versteht, dass die Fructose-Malabsorption der Kern des Problems ist.

Der überschüssige Zucker in dem Darm ernährt Bakterien. Diese Bakterien wiederum senden Signale an Ihr Nervensystem, die das Verlangen nach mehr Zucker erhöhen. Im Wesentlichen sind die Bakterien in Ihrem Darm also damit beschäftigt, eine optimale Umgebung für sich selbst zu schaffen. Leider ist diese Umgebung nicht die gesündeste für die Menschheit.

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